Kann Osteoporose die Zahngesundheit beeinträchtigen?

Die Forschung auf diesem Gebiet hat ergeben, dass es tatsächlich einen Zusammenhang zwischen Osteoporose und Zahngesundheit gibt. Osteoporose ist eine Erkrankung, bei der die Knochendichte abnimmt. Dadurch werden die Knochen porös (löchrig) und können leicht brechen. Dabei ist zu erwähnen, dass diese Krankheit in erster Linie Frauen betrifft. Sie leiden sechs Mal so oft unter Osteoporose wie Männer.

Auslöser und primäre Ursache ist der Mangel an Östrogenen, der mit Einsetzen der Menopause entsteht. Am häufigsten sind die Bereiche der Oberschenkelhalsknochen und Beckenknochen gefährdet. Aber auch die Knochendichte der Kieferknochen kann abnehmen, besonders im Oberkiefer. Dies gilt es möglichst zu verhindern, denn gerade im jungen Seniorenalter werden häufig Implantate benötigt, welche jedoch in einem porösen Knochen schlecht Halt finden. Außerdem hat man durch verschiedene Studien erforscht, dass Osteoporose-Patienten eine größere Tendenz zu Parodontitis haben.

Eine Parodontitis wird durch bakteriellen Zahnbelag ausgelöst. Diese greifen das gesunde Zahnfleisch an, so dass es zu Entzündungen und Zahnfleischbluten kommt. Bei einer fortgeschrittenen Parodontitis, wird das Bindegewebe, welches den Zahn umgibt, zerstört – auch der Kieferknochen wird negativ in Mitleidenschaft gezogen und baut sich ab. Dadurch haben die Zähne auf Dauer keinen Halt mehr, lockern sich und es kann sogar zum Zahnverlust kommen.

Fazit ist, dass bei Frauen, die an Osteoporose erkrankt sind, ein Doppelrisiko zur Beeinträchtigung der Mundgesundheit tragen:

  1. Kieferknochenabbau durch eine eventuelle Parodontitis
  2. Kieferknochenabbau durch Osteoporose

Osteoporose-Patientinnen verlieren leider während der Menopause erheblich mehr Zähne.

Wie schon erwähnt kann auch ein geplanter Zahnersatz in Form von Implantaten bei Osteoporose-Patienten zum Problem werden. Implantate ersetzen ja bekanntlich die natürliche Zahnwurzel und werden in den Kieferknochen gesetzt. Im Falle eines Osteoporose-Patienten, muss Ihr Zahnarzt als erstes prüfen, wie weit der Knochenschwund fortgeschritten ist. Das Problem ist, dass die künstliche Zahnwurzel in der Umgebung eines porösen Knochens nicht so gut einwächst und dadurch nicht perfekt belastbar ist.

Es wird geraten einer Osteoporose mit einer Hormonersatztherapie vorzubeugen, ab dem Zeitpunkt des Einsetzens der Menopause. Viele Frauen sind gegen eine Hormontherapie. Es ist jedoch durch viele Studien gezeigt worden, dass sich dadurch unter anderen auch Zahnfleischentzündungen mit der Folge einer möglichen Parodontitis vermeiden lassen. Hierbei spielt auch ein ausgewogener Vitamin D-Haushalt eine wichtig Rolle.

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