Aphten im Mund

 

Aphten im Mund können große Schmerzen verursachen

Oft beginnt es mit einem leichten Kribbeln oder Brennen, daraufhin können starke Schmerzen folgen… Jeder kennt dieses Gefühl einer schmerzhaften Aphte. Hat man gleichzeitig mehrere Aphten im Mund, kann es so schmerzhaft sein, dass Essen oder Zähne putzen kaum möglich ist. Entdeckt man bei geöffnetem Mund eine Aphte, erkennt man, dass sich ein weißer Punkt oder eine weiße Fläche mit einer roten Umrandung abzeichnet. Häufig schmerzt es an genau dieser Stelle. Meistens heilen diese Stellen schnell wieder ab, es kann in manchen Fällen jedoch bis zu mehreren Wochen dauern.

Wodurch entstehen Aphten?

Es gibt keine erforschten Gründe für die Entstehung von Aphten. Man weiß aber, dass keine Viren oder Bakterien dafür verantwortlich sind, daher sind Aphten nicht ansteckend. Aphten entstehen durch eine überaktive Immunreaktion. Mit dieser Reaktion ist das Gewebe an dieser Stelle überfordert und stirbt ab. Die Schleimhaut an dieser Stelle wird nicht mehr durchblutet und erscheint daher weiß. Nervenenden werden an dieser Stelle frei gelegt, weil die schützende Schleimhaut fehlt. Das verursacht die Schmerzen, die Aphten mit sich bringen.
In seltenen Fällen und wenn Aphten regelmäßig wiederkehren, können sich so genannte Majoraphten entwickeln. Sie können bis zu einem Zentimeter sein und sind ziemlich schmerzhaft. In solchen Fällen sollte dringend ein Zahnarzt aufgesucht werden.

Was macht man gegen Aphten?

Es gibt verschiedene Therapieempfehlungen, jedoch ist keine für einen erfolgreichen Heilungsprozess bewiesen. Wahrscheinlich ist zur Vorbeugung das Spülen mit Speiseöl, Kamille oder antibakterieller Mundspülung nicht falsch. Zusätzlich kann man spezielle Zahnpasten aus Apotheken verwenden, die keine schäumenden Stoffe enthalten und dadurch die Schleimhaut schonen. Es gibt aber bis heute keinen Beweis für eine tatsächliche Vorbeugung oder Heilung durch Spülungen oder spezielle Zahnpasten.
Wenn Sie zu den Aphtenpatienten gehören, die häufig geplagt sind, kann eine leichte Kortisonsalbe rechtzeitig auftragen, helfen. So wird die Entzündung schnell gemildert. Es ist bekannt, dass Kortison einen schlechten Ruf genießt. Wenn diese Salbe jedoch nur sehr sparsam örtlich und zeitlich begrenzt aufgetragen wird, sollte es zu keinen Nebenwirkungen kommen.

Sollten Sie weitere Fragen dazu haben, vereinbaren Sie gern einen Termin in unserer Praxis unter: 040 51 48 48 0